Gegendarstellung zu den Medieberichten am 20.04.2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Sportverein Gelb Weiß Hamborn nimmt Bezug auf die veröffentlichten Beiträge u.a. in der NRZ, Duisburger Nachrichten usw. und sieht sich aufgrund der darin vermittelten Darstellung zu einer Gegendarstellung veranlasst.

Die Beiträge erweckt den Eindruck, dass es während der Kreisliga-A-Begegnung zwischen Gelb Weiß Hamborn und SuS 09 Dinslaken II am 19.04.2026 zu eskalierenden Gewaltszenen sowie zu einem Spielabbruch aufgrund einer fortdauernden Gefährdungslage gekommen sei. Diese Darstellung entspricht nicht dem tatsächlichen Verlauf der Ereignisse und wird dem Verhalten unseres Vereins und unserer Mannschaft keinesfalls gerecht.

Richtig ist, dass es in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zu einer Tätlichkeit eines Hamborner Spielers kam. Dieses Verhalten wird von Gelb Weiß Hamborn keinesfalls toleriert und ausdrücklich verurteilt. Die vom Schiedsrichter ausgesprochene Rote Karte wird als gerechtfertigt anerkannt. Der Vorfall wird vereinsintern aufgearbeitet.

Nicht zutreffend ist jedoch, dass das Spiel aufgrund einer unkontrollierten oder weiter eskalierenden Situation abgebrochen worden sei. Unmittelbar nach dem Platzverweis pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeitpause ab. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Situation bereits beruhigt. Es kam zu keiner Rudelbildung, keinen weiteren körperlichen Auseinandersetzungen und keiner nachhaltigen Bedrohungslage auf oder neben dem Spielfeld. Die Hamborner Mannschaft verhielt sich deeskalierend und begab sich geschlossen in die Kabine.

Während der gesamten Halbzeitpause verblieben sowohl der Schiedsrichter als auch Spieler und Offizielle der Gastmannschaft SuS 09 Dinslaken II auf dem Spielfeld. In dieser Zeit kam es wiederholt zu Gesprächen mit dem Schiedsrichter durch mehrere Personen aus dem Umfeld der Gastmannschaft. Unter anderem erfolgte dies durch den Co-Trainer der Gastmannschaft, Herrn Philipp Koch, der gemeinsam mit seiner Kollegin in vollständiger Polizeidienstkleidung auftrat. Der Co-Trainer der Gastmannschaft war während seiner Dienstzeit gemeinsam mit seiner Kollegin als Zuschauer in der ersten Halbzeit vor Ort und hatte sich das Spiel angesehen. Nach etwa 30 Minuten verließ er mit seiner Kollegin zunächst die Sportanlage. Nach dem oben genannten Zwischenfall wurde der Co-Trainer vermutlich direkt angerufen und kehrte wenige Minuten später gemeinsam mit seiner Kollegin zur Sportanlage zurück. Auch die im Artikel transportierte Einordnung des Polizeieinsatzes vermittelt aus unserer Sicht ein missverständliches Bild.

Aus Sicht des Vereins entstand hierdurch für die Entscheidungsfindung zumindest eine sehr ungewöhnliche Situation.

Nach Ablauf der regulären Halbzeitpause kehrte unsere Mannschaft ordnungsgemäß und spielbereit auf das Spielfeld zurück, um die Partie fortzusetzen. Der Sportverein Gelb Weiß Hamborn war zu diesem Zeitpunkt uneingeschränkt bereit, das Spiel regelkonform fortzuführen.

Seitens der Gastmannschaft wurde jedoch mitgeteilt, dass man aufgrund der Verunsicherung einzelner Spieler nicht weiterspielen wolle.

Eine Fortsetzung der Partie scheiterte damit nach unserer Wahrnehmung ausschließlich an der fehlenden Bereitschaft der Gastmannschaft, obwohl keine objektive Gefährdungslage mehr bestand. Trotz der Spielbereitschaft unserer Mannschaft und ohne dass es zu weiteren Vorfällen oder einer erkennbaren Gefährdungslage kam, wurde die Partie nach einer zusätzlichen Wartezeit von etwa zehn Minuten durch den Schiedsrichter ohne Wiederanpfiff abgebrochen.

Gelb Weiß Hamborn steht ausdrücklich für Fairness, Verantwortung und einen respektvollen Umgang im Amateurfußball. Umso wichtiger ist uns eine sachlich differenzierte Berichterstattung, die klar zwischen einer schweren, aber einzelnen Verfehlung und dem Verhalten einer gesamten Mannschaft beziehungsweise eines Vereins unterscheidet.

Wir bitten die Redaktionen daher um eine redaktionelle Klarstellung, Ergänzung oder Richtigstellung, um den Leserinnen und Lesern ein vollständiges und ausgewogenes Bild der Ereignisse zu ermöglichen.

SV Gelb Weiß Hamborn 1930 e. V.

Der Vorstand

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